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Der Einbau einer Grafikkarte


Eine neue Grafikkarte soll in den PC?

Es reicht, das ewige geruckel und der langsame Bildaufbau. Unter Beachtung des Grafikkarteneinkaufsführers macht man sich auf dem Weg und schaut sich nach einer passenden Karte um.

AGP-Karten sind heute Standard, ältere Rechner haben aber keinen Slot

Beim Grafikkartenkauf wird es wohl zu keinen grösseren Problemen kommen, wichtig ist allerdings welche Schnittstelle (kurz Slot) verwendet werden soll.(!! Weis man nicht welche Karte die Grafikkarte ist, hilft ein einfacher Trick: Die Grafikkarte ist zwangsläufig die Karte, an die der Monitor angeschlossen ist. !!)Ist bisher eine PCI-Karte im PC verbaute, etwa wenn der PC älteren Datums ist, so wird es schon schwer eine entsprechende Karte zu finden. (PCI-Slots sind die weißen etwa 10cm langen Steckplätze, kurz PCI-Slots genannt). PCI wurde vor längerer Zeit durch den schnelleren AGP-Port ersetzt. Moderne Motherboards mit etwa einem Via KT133A Chipsatz, sowie alle modernen PC (nicht älter als 2 Jahre) sollten einen AGP-Port haben. Der AGP-Port ist standardmäßig braun und etwa 7cm lang. Es gibt auf jedem Motherboard nur einen solchen Steckplatz, daran ist er also relative leicht zu erkennen.

Sollte bisher eine sogenannte OnBoard Grafikkarte Verwendung gefunden haben, sollte man sich auf alle Fälle versichern das sich diese Karte auch deaktiviern lässt. "OnBoard" Karten lassen sich nicht einfach ausbauen, denn wie der Name schon sagt sind sie in der Hauptplatine integriert, also "on Board". Am besten im Motherboard/Hauptplatinen- Handbuch nachschlagen, wie die Karte stillgelegt wird. Meist erfolgt die Deaktivierung automatisch wenn eine zweite Karte gefunden wird oder über das PC-BIOS. Bei älteren Modellen kann es nötig sein einen Jumper(Steckschalter) auf der Hauptplatine umzuschalten.

Wird ein uralter PC verwendet so kann es sein, dass sich eine VLB (Vesa Local Bus) Garfikkarte in dem PC befindet, in einem solchen Fall lohnt auch das aufrüsten nicht mehr. Hier sollte generell ein neuer PC her, alles andere wäre reinste Geldverschwendung. VLB-Karten wird man nirgends mehr finden, fast immer weisen diese Boards auch keine PCI-Slots auf und sind somit nicht mehr weiterzuverwenden.

Ist man sich nicht sicher welche Grafikkarte man besitzt, kann auch jetzt schon zum Schraubenzieher (falls benötigt) gegriffen und das PC-Gehäuse geöffen werden. Die Typenbezeichnung kann man auch unter Windows 95/98Se einfach herausfinden. Unter Start/Einstellung/Systemsteuerung/System/Gerätemanager/Grafikkarte kann man den Typ und den verwendeten Chipsatz meist ohne Probleme herausfinden.

Ein gutes Mass für den Kauf einer Grafikkarte ist für den Vielspieler jede 2. Generation zu kaufen. Am besten kauft man die Herbst/Winter Generationen, da die im Frühjahr/Sommer erscheinenden Karten meist nur die überarbeiteten und verbesserten Versionen der Winterkarten sind und kaum mehr Leistung bieten. Dahingegen sind die Im Herbst/Winter erscheinenden Karten immer schon mit der nächsten Generation an Grafikchips ausgestattet.

Moderne Spiele verlangen viel Leistung, um die Leistung zu messen verwendet man Benchmarks. Hier abgebildet 3DMark2001 von MadOnion.

Wer "lediglich" seine Officeanwendungen in vernünftiger Auflösung und Farbtiefe verwenden möchte, braucht nicht die letzte Generation, hier reicht es alle 2 Jahr einmal eine neue Karte mit einem aktuellen Standardchip zu kaufen. Es lohnt sich nicht mehr als 100-150  maximal auszugeben.

Kommen wir zu eigentlichen Einbau. Die Karte liegt nun vor einem auf dem Tisch, bestenfalls verpackt. Bevor es nun an das basteln geht, sollte der PC noch gestartet und die alten Grafiktreiber entfernt werden. Freaks schwören darauf, ihr System nachdem Einbau einer neuen Grafikkarte, wegen Registry-Problemen usw., neu zu installieren. Das braucht man aber in der Regel nicht zu tun.

Der Treiber kann ebenfalls unter dem Menüpunkt Start/Einstellung/Systemsteuerung/System/Gerätemanager/Grafikkarte entfernt werden. Ideal wäre es wenn man nun einen Standard VGA-Treiber installieren würden, das muss aber nicht sein. Allerdings sollten auf alle Fälle neben der Treiber CD/Diskette eine Windows CD (in der verwendeten Version) sowie eine aktuelle DirektX-Version (9.0 im Moment) vorhanden sein.

Jetzt kann man den PC herunterfahren und, falls noch nicht geschehen, aufschrauben. Vor der Bastelei sollte nun noch der Netzstecker gezogen werden. Nun erdet man sich noch an Heizung oder Steckdose. Die alte Grafikkarte wird mit einer Schraube am Slotblech gehalten, diese Schraube muss gelöst werden. Man entfernt die alte Karte vorsichtig und legt sie am besten auf oder in einen Antistatikbeutel (Silberner Beutel).In den frei gewordenen Slot (Steckplatz) - sollte vom selben Typ sein wie die neue Karte es verlangt -, steckt man nun die neue Karte. Die Schraube am Slotblech muss nun wieder hereingedreht werden.

Insofern es bei Neustarten des PCs nun zu keinem gepiepse kommt ist alles in Ordnung. Da das Grafikkarten BIOS vor dem Motherboard-Bios startet sollte nun die ersten Zeilen auf dem Monitor von der neuen Grafikkarte stammen, welche sich mit Namen und Biosversion meldet. Nun sollte auch Windows starten, achten Sie aber darauf das es nicht im abgesicherten Modus startet, denn wenn die Treiber der neuen Karte lediglich auf der CD verfügbar sind hat man ein Problem. Im abgesicherten Modus von Windows ist es nicht möglich auf das CD-Rom zuzugreifen.

Die Treiberinstallation wird vermutlich beim Neustart von Windows automatisch beginnen und Sie werden aufgefordert werden das Verzeichniss in dem die Treiber stehen, zu spezifizieren, also einzugeben. Wichtig ist das keine Dateien unsichtbar sind, prüfen Sie ob die Funktion Arbeitsplatz/Ansicht/Optionen/Ansicht auf "alle Dateien anzeigen" gesetzt ist. Ansonsten gibt es eine böse Überraschung Eventuell kann es passieren das sie aufgefordert werden die Windows CD in das CD-Rom einzulegen. Ist der Treiber nun installiert startet das System durch. Vermutlich wird bei nächsten Start die Auflösung und Farbtiefe immer noch grauenvoll sein. Diese Einstellungen ändert man in dem man mit der rechten Maustaste auf den Desktop klickt und aus dem erscheinenden Menü den Punkt Eigenschaften/Einstellungen wählt.

Es sollte auf alle Fälle bekannt sein welche Auflösung der Monitor verträgt, um ihn nicht zu überfordern. Die Farbtiefe kann beliebig gewählt werden. Ideal ist meiner Meinung die Einstellung 16-Bit Farbtiefe, da bei einer höheren Farbtiefe Games etwas langsamer werden. Zu guter letzt können Sie noch DirektX 8.0 installieren. Hiermit wird das komplette Multimediasystem des Windowsbetriebssystems aktualisiert und läuft folglich besser. 3DChip wünscht viel Erfolg beim Einbau Ihrer Grafikkarte!

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