Kommen wir nun zu den verschiedenen
Technologien der TFT-Displays unter
anderem findet man Begriffe wie
TN-Panel, PVA- oder MVA-Panel, oder
auch die IPS Paneltechnologie, auf
die wir jetzt im Einzelnen eingehen
wollen.
Das TN-Panel:
Beim TN-Panel sind
die Kristalle, wenn keine Spannung
angelegt ist, gedreht, das Licht
wird um 90° gebrochen, weshalb
es den oberen Polarisatior ungefiltert
passiert' das Pixel erscheint in
weißer Farbe. Liegt eine Spannung
an ( fliest Strom), so wird das
Licht nicht gebrochen, sondern vom
oberen Polarisatior blockiert, so
daß das Pixel Schwarz erscheint.
Bildschirme mit einem
TN-Panel haben die kürzeste
Reaktionszeit von allen Bauarten,
weshalb sie vor allem bei Gamern
sehr beliebt sind. Jedoch sind Kontrastwerte
von teilweise <600:1 nicht so
rühmlich, des Weiteren kommen
sie nicht über einen Einblickwinkel
von 130° hinaus.
Die PVA und MVP
Paneltechnologien:
Bei einem PVA oder
MVP Panel sind die Kristalle vertikal
ausgerichtet, wenn keine Spannung
anliegt. Das Pixel erscheint schwarz.
Des Weiteren haben PVA bzw. MVP
Panels durch diese Eigenschaft einen
exzellenten Kontrast (1000:1 und
mehr), weil die Kristalle auch nahe
der Scheibe, auch Kopplungsschicht
genannt, vertikal stehen und so
das Licht nicht brechen.
Wird eine Spannung
angelegt, so kippen die LCs in eine
horizontale Stellung und brechen
das Licht um 90°. So passiert
es den vorderen Polarisator weil
dieser um 90° zum hinteren versetzt
ist, und so das nun gebrochene Licht
ungehindert hindurchlässt.
Durch das oben genannte
Verhalten der Kristalle ohne Spannung
besitzen PVA Bildschirme den besten
Kontrast, und dank der länglichen
Bauform der Kristalle, und der horizontalen
Ausrichtung unter Spannung können
sie Blickwinkel von bis zu 178°
vorweisen.
Die IPS, oder S-IPS
Paneltechnologien:
Bei diesen Displays
sind die Kristalle horizontal ausgerichtet,
wenn der Stromkreis unterbrochen
ist, das Licht wird um 90° gebrochen
und wird letzten Endes von der oberen
Polarisationsfolie am Weiterkommen
gehindert. Der Bildschirm erscheint
in schwarzer Farbe. Wird der Stromkreis
mit den Kristallen als Verbraucher
geschlossen, so drehen sich diese
90°, das Licht wird gebrochen,
passiert den oberen Polarisator
ungefiltert und lässt den Bildschirm
weiß erscheinen.
Die Flüssigkristalle
sind bei diesem Paneltyp in mehreren
Schichten wie zwei Kämme angeordnet,
wodurch das Licht der Leuchtstoffröhren
stark geschwächt wird. Deshalb
wird eine äußerst starke
Lichtquelle im Hinteren des TFTs
benötigt um diesem Manko entgegenzuwirken,
was wiederum eine hohe Leistungsaufnahme
bedeutet.
Die IPS Bildschirme
stellen einen Art Kompromiß
zwischen der geringen Reaktionszeit
der TN-Panels, und den exzellenten
Kontrastwerten und Einblickwinkeln
der PVAs dar. Da sich in den letzten
2 Jahren letztere Technologien sehr
stark verbessert und weiterentwickelt
haben, gerät die IPS Technologie
zunehmend außer Konkurrenz,
da mittlerweile selbst die PVA-Bildschirme
bei 12ms Reaktionszeit angelangt
sind.
IPS Panels werden
vermehrt nur noch bei sehr großen
Bildschirmen, wie z.B. Großleinwänden
eingesetzt, da sich bei solchen
Geräten eine "Schwäche"
wie z.B. ein zu kleiner Blickwinkel
stärker bemerkbar machen. Die
IPS Bildschirme haben auf längere
Zeit gesehen keine Zukunft und sind
unter den neueren Modellen praktisch
nicht mehr anzutreffen. Da sich
der Aufbau der IPS Panels etwas
von den Anderen unterscheidet werden
wir nun die Bilder sprechen lassen.

In dieser Grafik erkennt
man den kammartigen Aufbau eines
IPS Panels. Die grauen Felder sind
die Flüssigkristalle und die
schwarzen Streifen sind dazu gedacht
die Lichtstrahlen zu veranschaulichen.
Hier noch zwei Grafiken
zu den Flüssigkristallen.

Man sieht die beiden
Glasscheiben und die Polarisatoren,
die Flüssigkristalle sind in
Form von Stäbchen dargestellt
um die Brechung zu veranschaulichen.
Die Pfeile stellen die Lichtstahlen
dar.
Auf dem unteren Bild
kann man die Funktion der Polarisatoren
sehr gut erkennen, sie sind jeweils
um 90° zueinander versetzt.
Des Weiteren sind die Flüssigkristalle
erneut mit Stäbchen dargestellt,
und man erkennt wie das Licht polarisiert
ist.

Auf der linken Seite
des Bildes ist keine Spannung angelegt:
Das Licht wird gebrochen und durchtritt
den oberen Polarisationsfilter.
Demnach handelt es sich bei der
unteren Grafik um ein TN-Panel.
Auf der rechten Seite sieht man
den Sachverhalt wenn ein Strom fließt:
Das Licht wird nicht gebrochen und
wird vom oberen Polarisator abgefangen.
Wir hoffen wie immer
diese Infos bringen euch einen besseren
Durchblick. :-) Hiermit endet der
zweite Teil unserer Grundlagenserie.
Wer sich ausführlicher mit
dem Thema LCD-Monitor auseinandersetzten
will dem können wir nur herzlich
Prad.de
empfehlen, den dort gibt es jede
Menge Monitor Tests und weiterführende
Infos zu diesem Thema.
Habt Ihr noch Fragen
zum Review? Antworten gibt es im
Forum.
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Artikel:
Copyright April 2006 by 3DChip
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Prad.de und Wikepedia.de
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Autor:
Lukas Trunk alias "Blubb"
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